Ich verstehe nicht, was die Leute immer alle gegen den Protektionismus haben. Wenn ein Staat mit geliehenem Geld ein Konjunkturpaket macht, dann ist das ja wohl völlig klar, dass sie damit ihre eigene Industrie ankurbeln wollen, und nicht die im Ausland.
Wikipedia: Als Protektionismus (von lateinisch protectio: Schutz) bezeichnet man in Bezug auf ökonomische Sachverhalte alle Maßnahmen in Form von Handelshemmnissen, mit denen ein Staat versucht, ausländische Anbieter auf dem Inlandsmarkt zu benachteiligen. Mittel dafür ist die strategische Handelspolitik. Ziel ist es in der Regel, bestimmte Produkte oder Branchen eines Landes zu fördern oder die eigene Volkswirtschaft generell zu unterstützen.
Nun wenn bei Obamas Paket eine Regelung drin ist, dass die Amis von ihrer Konjunkturpaket-Kohle nur US-Stahl und -Eisen kaufen wollen, finde ich völlig nachvollziehbar. Alleine im Januar sind in den USA 598 000 Jobs gekündigt worden. Aber natürlich heulen die anderen Länder jetzt rum, weil sie gedacht haben, sie könnten den USA Geld für ein Konjunkturpaket leihen, und die Amis würden mit dem Geld dann unsere Konjunktur stimulieren.
ad-hoc-news.de: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Weltwirtschaftskrise vor Protektionismus gewarnt und eine starke internationale Zusammenarbeit beschworen. Kein Land tue sich einen Gefallen, wenn es sich abschotte, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin.
Krise bewirkt so manches: UK- Prime Minister Brown
Großbritannien ist bisher ein offenes Land Europas, und London ein Paradies für Einwanderer. Doch in der Rezession denkt die Regierung Brown über schärfere Einwanderungsregeln nach. Wilde Streiks gegen ausländische Arbeiter fördern nun ein plötzliches "Umdenken" des british Prime Minister Gordon Brown.
Ökonomen und andere fürchten nun zu recht, dass sich die Geschichte wiederholen könnte - und dass durch die Krise die Globalisierung zurückgedreht werden könnte.